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Dirk Schwerdtfeger schreibt offenen Brief und lädt Spiegel-Online Kolumnistin nach Burgdorf ein

Mit einem offenen Brief und einer Einladung nach Burgdorf hat Dirk Schwerdtfeger, Bürgermeisterkandidat der FDP, auf die Spiegel Online Kolumne "Nieder mit dem Spargel-Kult von Margarete Sokowski reagiert.

Am 22. April veröffentlichte der Spiegel die Kolumne "Der Spargelkult muss enden" von Margarete Stokowski. Eine bissig augenzwinkernd geschriebene Abrechnung mit des Deutschen Lieblingsgemüse, die zahlreiche Reaktionen hervorrief. Sogar FDP Parteichef Lindner baute seine Antwort auf die Kolumne in seine Bundesparteitagsrede ein. Nur aus Burgdorf, der niedersächsischen Spargelstadt kam keine Reaktion. "Wir haben zuerst abgewartet, wie die Stadt, die sich so sehr dem Spargel verschrieben hat, reagieren würde.

Doch aus Burgdorf kam keine offizielle Reaktion. Fast ein Synonym für den Zustand der Stadt", sagt Dirk Schwerdtfeger."Dabei ist es doch selbstverständlich, dass wir unseren Spargelanbauern zur Seite springen sollten, wenn ein so reichweitenstarkes Medium den Spargel so heftig angreift", erklärt Dirk Schwerdtfeger lächelnd, "man kann warten, bis Gras über die Sache gewachsen ist oder man wird aktiv, wie Burgdorf und der Burgdorfer Stangenspargel es verdienen."

Also schreibt Schwerdtfeger einen Brief an die Journalisten und lädt sie nach Burgdorf ein. In humorvoller Weise outet sich Schwerdtfeger als Fan des Spargels und Anhänger des Kultes um das weiße Stangengemüse aus der Region.

Er möchte der Journalistin Gelegenheit geben, in Burgdorf selbst Spargel zu stechen, Spargel zu genießen und mit anderen über den Spargel zu diskutieren. Vorgesehen ist auch ein Spaziergang durch die Spargelstadt Burgdorf. "Vielleicht revidiert Frau Stokowski ihre Einstellung nach dem Besuch bei uns in Burgdorf", hofft Dirk Schwerdtfeger, "jetzt warten wir auf ihre Zusage."

Der Brief im Wortlaut

„Der ‚Spargelkult‘ muss enden“ / Offener Brief und Einladung für Margarete Stokowski

Liebe Frau Stokowski,

Ihr Plädoyer „Der ‚Spargelkult‘ muss enden“ habe ich, der Bürgermeisterkandidat für die FDP in Burgdorf, mit großem Interesse gelesen. Wie Ihnen wahrscheinlich bekannt ist, ist Burgdorf eine der bekanntesten deutschen – Sie werden das Wort nicht mögen – „Spargelstädte“. In der parareligiösen Praxis des Spargelkultes stellt die „Spargelstadt“ den Ort der höchsten Anbetung dar, bei dem ein Prozessionsweg natürlich nicht fehlen darf („Burgdorfer Spargelweg“).  

Ich bekenne, dass ich zu den Abermillionen gehöre, die dem „germanisch-heidnischen Spargelgott“ huldigen. Jedes Jahr aufs Neue freue ich mich auf die „Spargelzeit“ – denn dies unterscheidet den Spargel von anderen Gemüsen, die Sie vergleichend heranziehen, dass er wirklich nur wenige Wochen erhältlich ist. Doch frage ich mich: Welche Ereignisse oder Einflüsse haben bei Ihnen dazu geführt, dem Kult um die weiße Stange so rigoros abzuschwören? Dabei wenden Sie sich gar nicht gegen den Spargel, von dem sie sagen, dass er gut schmeckt, gesund ist und entwässert …

Sehr herzlich lade ich Sie daher nach Burgdorf ein, damit wir uns über diese und ähnliche Fragen austauschen können. Sie werden Gelegenheit haben, während eines Spargelspaziergangs unsere Stadt näher kennenzulernen. Ein gemeinsames Spargelessen ist inklusive. Auch bei der Ernte dürfen Sie testweise mitwirken, wenn Sie mögen: Sie werden sehen, dass die Arbeit mit den Stangen weniger anstrengend ist, als vielmehr Handgeschick erfordert.

Den Höhepunkt bildet eine abendliche Podiumsdiskussion zum Thema „Spargel ohne Kult: Wie soll das eigentlich gehen?“ Die Diskussionspartner werden rechtzeitig bekanntgegeben.

Ihrer Zusage und Ihrem Terminvorschlag sehe ich mit Vorfreude entgegen!

Herzlichst, Ihr

Dirk Schwerdtfeger
FDP-Bürgermeisterkandidat für Burgdorf

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