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Eine Gleichbehandlung aller Sportvereine ist dringend geboten - Bevorzugungen sind umgehend einzustellen

Mario Gawlik, Vorsitzender des FDP-Ortsverbandes Burgdorf-Uetze, übt deutlich Kritik am geplanten Zuschuss in Höhe von 100.000 Euro an die Fußballlabteilung des TSV Burgdorf mit seinen ca. 380 Mitgliedern. Weder die Haushaltslage noch die Sportförderrichtlinie rechtfertigen diesen Zuschuss. Von der abermaligen Bevorzugung des TSV Burgdorf - wie schon in den Jahren 2006 und 2011 - gegenüber allen anderen Vereinen ganz zu schweigen.“

Wie der Presse zu entnehmen ist, kann der TSV Burgdorf Abteilung Fußball auf den Zuschuss der Stadt Burgdorf in Höhe von 100.000 Euro hoffen, denn der Verwaltungsrat hat mehrheitlich dem Antrag zugestimmt. Gawlik ist froh, dass es demnach noch Ratsmitglieder gibt, die nicht nur die finanzielle Gesamtsituation in Burgdorf im Blick haben, sondern sich auch für eine Gleichbehandlung aller Vereine einsetzen.

Sein Vorstandskollege Dreeskornfeld, nicht nur Ratsherr in Burgdorf, sondern auch Mitglied im Verwaltungsausschuss erinnert daran, dass die Präsidentin des Landesrechnungshofes im August 2016 festgestellt hat, dass die dauernde Leistungsfähigkeit der Stadt Burgdorf nicht anzunehmen ist und auch die Kommunalaufsicht dieses bei der Genehmigung der Haushaltssatzung 2018 am 29.01.2018 ebenfalls feststellte – Zitat: „Daraus ist festzustellen, dass die dauernde Leistungsfähigkeit der Stadt Burgdorf gemäß §23 Nr. 1 und 2 KomHKVO nicht gegeben ist.“ - zeigt dieses, dass jede freiwillige Leistung und insbesondere Neue kritisch zu hinterfragen sind.

 „Trotz der von der Aufsicht festgestellten desolaten Haushaltssituation, würde ich einem Zuschuss in Höhe von 40.000 Euro – also 10% der Investitionssumme – zustimmen.“, so Dreeskornfeld und weist darauf hin, dass ja weitere 100.000 Euro Steuergelder über den Regionssportbund an den TSV Burgdorf fließen.

Gawlik sieht darüber hinaus die von dem TSV angeführten „Vorteile für die Stadt“ als nicht gegeben an. So trage auch heute schon der TSV die Energiekosten für die Räume im Jonny B. und die Schulen werden auch weiterhin die Räume des TSV nicht nutzen.

Laut Gawlik stellt sich bei diesem Antrag vielmehr die Frage, warum der TSV Burgdorf, der nach eigenem Bekunden einziger Nutzer der bisherigen sanitären Anlagen im Jonny B. ist, es überhaupt soweit hat kommen lassen, dass die Sanitärräume vollständig sanierungsbedürftig sind.

Hintergrund: Die Turn- und Sport-Vereinigung Burgdorf e.V. (TSV) Abteilung Fußball hat mit Schreiben vom 26.06.2018 einen Antrag auf Bezuschussung der Kosten für den Neubau eines Umkleidetraktes neben der Tribüne im Stadion an der Sorgenser Straße in Höhe von 100.000 € gestellt. In der Abteilung Fußball spielen laut Vorlage der Verwaltung momentan vier Herrenteams, zwölf Jugendmannschaften und ein Bambini-Team unterhalb der G-Jugend. Außerdem sind zehn Schiedsrichter aktiv. Die Mitgliederzahl beläuft sich 2018 auf 381 Mitglieder. In der Sportförderrichtlinie der Stadt Burgdorf lautet der 1. Absatz unter Top 5 Investitionen „5.1. Anschaffungen und Investitionen zur Erhaltung eigener Vereinsanlagen mit Einzelbeträgen über 5.000,00 € bis maximal 30.000,- € können auf Antrag mit einem Betrag von max. 10 % des Gesamtbetrages im Rahmen verfügbarer Haushaltsmittel gefördert werden. Dieser Betrag wird als verlorener Zuschuss gewährt.“.

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